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  • A Keukert

Erkältung und Corona aus Sicht der TCM

oder: Was kann ich für mich tun, um mich zu schützen?



In diesen Tagen gibt es keine Nachrichten, ohne neue Meldungen über Corona. Die Verbreitung des Virus schreitet voran, die gesamte Welt steht Kopf, um die Infektionen einzudämmen. Unser tägliches Leben wird immer weiter eingegrenzt und unser Bewegungsradius eingeschränkt. Die Politik ist bemüht, eine Übertragung zu unterbinden oder so weit einzudämmen, dass es zu immer weniger Neuinfektionen kommt. Vielen Menschen wird sogar das Arbeiten untersagt auf Grund von Verdachtsfällen oder tatsächlichen Infektionen in ihrer Umgebung. Andere müssen Überstunden schieben, um für das Wohl der Bevölkerung kämpfen, wie z. B. alle Menschen im Gesundheitswesen, der Pflege, Polizei, Angestellte im grundversorgenden Einzelhandel, den Lieferservices, Trucker und viele mehr. An dieser Stelle sei Ihnen allen einmal ein ganz besonderer Dank ausgesprochen!


Diese Menschen müssen weiterhin arbeiten und stehen zum Teil auch sehr nah mit anderen Menschen in Kontakt. Geht es Ihnen da nicht auch so, dass Sie gerne etwas für sich tun würden, um sich zu schützen vor der Ansteckung – ganz gleich, ob es dabei um Corona oder um eine „gewöhnliche“ Erkältung geht?

Da möchte ich Ihnen heute einmal aufzeigen, was die TCM zu Corona, Erkältung und Co. sagt und möchte wertvolle Tipps geben, um Ihnen durch diese turbulente Zeit zu helfen.






Was die TCM sagt…

Für die TCM ist alles eine Sache von (energetischem) Gleichgewicht. Sind innen und außen gleich stark, dann ist das Kräfteverhältnis ausgewogen.

In der TCM heißt es, dass krankmachende Faktoren (Chinesen sprechen von Wind) in den Körper eindringen, wenn diese


a) zu stark sind

b) unsere Abwehr-Energien nicht stark genug sind, um diese Faktoren im Außen zu halten.


Erkältungen sind im bildhaften Verständnis der TCM nicht nur Wind, sondern ein Verbund aus Wind und Kälte. Chinesen sagen nicht „Ich habe mich erkältet!“ sondern „Kälte ist in mich eingedrungen.“ Oder anders ausgedrückt: „Ich habe die Tore offengelassen!“ Das bedeutet: unsere Abwehr-Energien waren nicht stark genug, um die krankmachenden Faktoren aus dem Körper zu halten.


Grippe oder Corona gehen schnell mit Fieber einher. Sind sie einmal im Körper, wandelt sich die Kälte ganz schnell in eine Hitze um. Diese krankmachenden Faktoren sind dieser Tage besonders stark, sodass wir unsere Abwehr-Energien aufbauen und stärken sollten, damit sie gar nicht erst in den Körper kommen – oder damit dieser gut Herr wird mit der Situation.

Wie aber kann ich alle meine Schotten geschlossen halten? Was kann jeder für sich tun, um sich selbst zu stärken? Außer den gängigen und empfohlenen Maßnahmen, versteht sich.





Dazu muss man verstehen, wie Energien (und somit Abwehr-Energien) in unserem Körper gewonnen werden:


Unser Körper entzieht mit jedem Essen unserer Nahrung Energie.


Aber auch die Verdauung benötigt viel Energie. Das merken wir immer dann, wenn wir nach dem Essen müde und träge werden, uns überfüllt fühlen und uns am liebsten schlafen legen würden…

Um die Verdauung zu unterstützen, ist es sinnvoll, unserem Körper ein wenig Arbeit abzunehmen! In der chinesischen Medizin heißt es, dass wir Wärme benötigen, um Energien aus dem Essen „verdampfen“ zu lassen, ähnlich, wie es mit Wasserdampf geschieht. Diese Wärme muss unser Körper allerdings erst einmal erzeugen, was energieaufwendig ist. Einfacher hat er es, wenn das Essen so oft wie möglich gekocht ist, sodass der Körper nicht mehr selbst für die Wärme sorgen muss.

Warmes Frühstück (Suppe, Gries, Porridge, warme Polenta, warme Hirse – entweder mit Obst, gewärmtem Kompott oder Gemüse) wäre ein sehr guter Anfang und ist gar nicht so schwer zu machen, wie es sich vielleicht anhört. Vieles – wie z. B. die Polenta oder auch Haferflockenfrühstück aus dem Drogeriemarkt – kann am Tag selbst innerhalb von wenigen Minuten mit etwas Wasser gewärmt werden. Ein paar Trauben reingeworfen und alles etwas gewürzt und gut. Suppen können am Abend vorher zubereitet werden. Einfach Kartoffeln kochen, etwas Gemüse und Ingwer dazu, pürieren, würzen und fertig ist das energiereiche Essen! Am nächsten Tag ist es ein Leichtes, es wieder aufzuwärmen! Probieren Sie es einfach mal aus! Und vor allem: Nehmen Sie Essen nicht einfach als Notwendigkeit hin, sondern erkennen Sie es als Ihre Apotheke, als das, was Sie am Leben hält, als Genussmittel!


Gesunde Atmung.


Auch wenn wir immer weiter eingeschränkt werden: Gehen sie raus! Damit meine ich nicht die nächste Kneipe, sondern den Wald, die Natur! Atmen Sie bewusst die frische, unverbrauchte Luft ein! Bewegen Sie sich – gehen Sie spazieren oder auch mal wandern! Genießen Sie die Natur, die gerade zu neuem Leben erwacht und nehmen Sie all das wahr! Unser Körper gewinnt auch Energie aus der Atmung. Atmen wir flach, weil wir verspannt sind vor lauter Angst, Sorgen und Kummer, kann er nicht mehr genügend Energie aufnehmen.


Emotionen.


Apropos Angst, Kummer und Sorgen! Auch unsere Emotionen spielen eine wichtige Rolle dabei, ob wir uns infizieren oder nicht!

Ach, das wussten Sie nicht? All diese Emotionen bewirken Stress. Unser Sympathikus wird angeregt. Der Sympathikus bewirkt eine Stressreaktion: Ausstoß von Adrenalin und Cortisol, Anspannung, Fluchtreflex, schnellerer Herzschlag, eine Minderdurchblutung der Verdauungsorgane (und Sie haben eben erfahren, wie wichtig es ist, Energie aus der Nahrung zu ziehen!) und vor allem: das Herabsetzen des Immunsystems! Also: suchen Sie sich Momente der Ruhe! Schalten Sie mal ab: Handy, Fernsehen, Radio! Wie erholsam ist es, von all den erschreckenden Bildungen und Nachrichten einen Tag oder zumindest 1-2 Stunden nichts zu hören und zu sehen! Tun Sie Dinge, die Ihnen gut tun! Nehmen Sie mal ein entspannendes Bad, vielleicht auch mit Erkältungs-Ölen. Meditieren Sie, machen Sie Yoga für sich zu Hause oder Qigong.

Und vor allem: Nehmen Sie die Situation gelassen! Ärgern Sie sich nicht. So gut das alles eben geht…


Schärfe.


Aus Sicht der TCM bewegt der scharfe Geschmack die Energien nach außen. Das merken Sie schon daran, dass Sie z. B. beim Zwiebelschälen weinen müssen. Oder wenn Sie Scharfes essen wie z. B. Chili, dann beginnen Sie zu schwitzen! Diesen Effekt können Sie sich in den kommenden Wochen zunutze machen, um Wind heraus zu komplimentieren!


  • Trinken Sie selbstgemachten Ingwer-Tee! Einfach frische Ingwer-Scheiben 10 Minuten in Wasser kochen.


  • Um daraus eine heiße Zitrone zu machen, braucht es auf 1 Liter kochendem Wasser den Saft von 2 frisch gepressten Zitronen. Anschließend Chilipulver oder Cayenne-Pfeffer dazugeben. Das Ganze etwas abkühlen lassen und 2 EL Honig dazugeben.


  • Verwenden Sie Meerrettich im Essen und/oder Kapuzinerkresse. Beides hat eine wohltuende Schärfe. Wer beides nicht zur Hand hat, kann Angocin Anti-Infekt zu sich nehmen. Darin sind beide Pflanzen enthalten. Das Medikament erhalten Sie in der Apotheke.




  • Wer ganz auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte in dieser „heißen Phase“ der Corona- und Erkältungswelle auf zusätzliche Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen zurückgreifen. Wichtig dabei sind die Vitamine C, B, D3 sowie die Mineralien Zink und Selen. Alles sollte hochdosiert sein.



Sicher können Sie nicht alles davon umsetzen, es sind sehr viele Ideen und Tipps. Aber vielleicht werden Sie ja für sich selbst kreativ und finden heraus, was zu Ihnen passt!


Selbstverständlich berate ich Sie gerne!



Bleiben Sie gesund!

Ihre Anja Keukert

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